(56) Komplexe Tumorchirurgie – wenn der Krebs nicht das letzte Wort hat
Shownotes
Eine Krebsdiagnose verändert ein Leben von einem Moment auf den anderen. Besonders herausfordernd sind Tumoren an Leber und Bauchspeicheldrüse, deren Behandlung höchste chirurgische Präzision und ein eingespieltes Team erfordert. Prof. Dr. Mohammad Golriz spricht über komplexe und langwierige Operationen, moderne Verfahren wie Robotik, aber auch über die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Gerade bei komplexen Tumorerkrankungen spielt das multiprofessionelle OnkoCare-Team eine wichtige Rolle. Hier steht nicht die Erkrankung im Fokus, sondern der Mensch mit seinen Hoffnungen, Ängsten und individuellen Bedürfnissen.
Im Podcast empfohlene Links: Diakonie Klinikum Jung-Stilling, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie: www.jung-stilling.de Diakonie in Südwestfalen: www.diakonie-sw.de
An dieser DiSPod-Folge waren beteiligt: Moderation: Dr. Tabea Stoffers Studiogast: Prof. Dr. Mohammad Golriz Produktion: Kristina Hammer
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Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:15: Die Diagnose.
00:00:16: Krebs zieht Betroffenen den Boden unter den Füßen weg.
00:00:20: Vor allem, wenn es um Organe wie Leber- oder Bauchspeicheldrüse geht.
00:00:24: Lange Zeit galten sie ja als inoperabel.
00:00:27: Aber genau hier beginnt die Arbeit von Menschen, die nicht aufgeben – die kämpfen, wenn andere die Hoffnung verlieren und die die Möglichkeiten der modernen Medizin einzusetzen wissen.
00:00:38: In dieser Podcastfolge sprechen wir über komplexe Tumor Chirurgie und darüber, dass der Krebs nicht immer das letzte Wort hat.
00:00:46: Am Mikrofon ist für Sie heute Tabia Stoffers und ich begrüße bei mir im Studio hier Herrn Prof.
00:00:51: Mohamad Golritz.
00:00:52: Er ist ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeinen und Viszeralschirurgien am Diakonieklinikum Siegen, Freudenberg & Kirchen und mein heutiger Studiogast.
00:01:01: Guten Tag und danke für die Einladung!
00:01:05: Wir fangen direkt mit dieser Diagnose an, die Menschen erhalten.
00:01:08: Sie hören den Satz sie haben Bauchspeicheldrüsenkrebs.
00:01:11: das ist ja für jemanden ein Schock wenn er das hört.
00:01:15: und wie kann man denn Patienten heute helfen die eine solche Diagnese bekommen?
00:01:21: Es geht eigentlich um zwei unterschiedliche Hilfe, die man anbieten kann.
00:01:26: Eine ist Medizinisch was wir als Chirurg oder Internist oder Unkolog mit Medikamenteschirurgie anbiten können und wir können den Tumor mit Medikanen behandeln.
00:01:40: Wir können den Turmorausoperieren entfernen aber die Behandlung von Tumorekrankungen geht weit darüber hinaus.
00:01:49: Patienten haben mehr Bedarf.
00:01:51: Es gibt viele Aspekte, die sich nicht limitieren lassen mit chirurgischer Behandlung oder Medikamente und wir sind sehr stolz darauf dass wir in Diakoniklinikum das Konzept Onko-Kerk Team etabliert haben.
00:02:07: Die sind Experte von alle Fachbereiche die die Patienten auf diesen schweren Weg die sie gehen müssen benötigen.
00:02:19: Beispiele sind psychonkologische Beratungen.
00:02:23: Diese Diagnose ist an der ersten Stelle ein Schock für die Patienten.
00:02:27: Die Patienten brauchen oft andere Ernährung, die Patienten bräuchten andere Körperaktivitäten in viele Fählen, die haben künstliche Darmausgänge, die brauchen davor auch Beratung.
00:02:43: bräuchten Fachexperte in Tumorbehandlung, die nicht nur Medizin sind sondern alle Aspekte von dieser Erkrankung kennen und auf diesem Weg den Patienten unterstützen.
00:02:57: Dann manchmal die Therapie kann nicht alles anbieten.
00:03:02: Patienten brauchen Seelsorge!
00:03:05: Und selbstverständlich der Chirurg, Radiologe, Onkologe und all diese Experten ärztliche Seite, die diese Behandlung machen.
00:03:16: Und wir haben voralllicherweise in dieser Region geschafft alle diese Menschen in Diakoniklinikum zusammen im Rahmen von einem Team der Name Unkroker-Team zusammenzustellen und wir versuchen diesen Schock, den Sie erwähnt haben an der ersten Stelle mit Hilfe mehrerer Fachexperten zu behandeln.
00:03:39: Also der Patient ist nicht allein sondern wird eigentlich von so einem Netz aufgefangen.
00:03:46: Genau ist das so, weil tatsächlich wenn man sich vorstellt die Diagnose kommt ich habe heute von meinem Hausarzt die Diagnose bekommen großer Tumor in der Lebe.
00:04:00: Und dann, der Patient sitzt da und denkt okay ja er ist der Schirurg.
00:04:04: vielleicht kann der Tumor operieren.
00:04:06: Was soll ich nachher machen?
00:04:08: Kann ich nach herlaufen, kann ich essen, können trinken?
00:04:11: was soll ich mit meinen Kindern Arbeit?
00:04:15: viele andere Aspekte machen.
00:04:18: und da is das Team aktiv und versuch alle diese Aspechte zu berücksichtigen um den Patienten zu unterstützen.
00:04:27: und wichtig für einen Patienten oder eine Patientin ist schwierig, separat alle diese Leistungen und Expertise zu finden.
00:04:38: Kontaktaufnehmen, Termine vereinbaren das Problem erneut erzählen, alle wichtige Punkte erwähnen.
00:04:45: aber unser Team ist so etabliert dass alle sind verknüpft zusammen.
00:04:50: es reicht Nur das erste Kontakt und das Team bespricht alles regelmäßig zusammen.
00:04:57: Patient muss sich um nichts mehr kümmern.
00:04:59: Alles wird intern geregelt, alle Leistungen werden angeboten, Tumor wird rausoperiert, Chemotherapie wird organisiert sogar wenn der Patient nach der Behandlung zu Hause ist.
00:05:12: Das Team kümmert sich darum dass die Nachsorge oder Nachbehandlung problemlos erfolgen kann.
00:05:19: Wenn wir jetzt auf den chirurgischen Aspekt nochmal kommen, also Tumoren an der Leber- oder Bauchspeicheldrüse gelten ja als sehr komplex.
00:05:25: Was macht es so kompliziert diese Eingriffe?
00:05:28: Die Tumore in der Lebe und Bauchspeicheldröße sind schwer zu behandeln weil Nummer eins von der Anatomie her sind dieser Organe so im Körper platziert dass sie neben dem sehr wichtigen Gefäßstrukturen im Körper sind.
00:05:50: Zusätzlich sind viele Nachbarnorgane drum herum und wenn ein Tumor in der Lebe oder Bauchspeichedröse wachsen kann, kann oft auch diese Gefäße oder Nachbarorgane angereifen.
00:06:03: Das macht von einer Seite das schwierig.
00:06:06: Anderer Seite ist die Operation von diesen Organen braucht zusätzliche Expertise und Erfahrung.
00:06:14: Es ist nicht so dass jede Chirurg diese Organe auch operieren kann.
00:06:18: So braucht jahrelang Ausbildung und Erfahrung, bis man das beherrschen kann.
00:06:25: Leider ist es so dass die Tumoren von diesen Organen sind zu aggressiv im Vergleich zu manche anderen Organen.
00:06:34: Und daher macht alles zusammen die Behandlung dieser Organe sehr komplex.
00:06:42: Die Symptome... Sind die dann wahrscheinlich auch?
00:06:45: Also man kennt das so, dass diese Symptome sehr spät auftreten.
00:06:50: Ja, das ist so.
00:06:52: Nummer eins oft ist es so, ein Tumor kann in dieser Organe wachsen und erst zu spät bekommt man die erste Symptomie beispielsweise wie der Patient Gelb.
00:07:07: Und das ist die Zeit lange nach dem ersten Tumowachstum.
00:07:15: Und Nummer zwei ist es so, wir haben in den letzten zwanzig-dreißig Jahren gelernt viele an der ersten Blick gutartig aussehende Tumoren.
00:07:29: In dieser Organe haben Tendenz in fünf oder zehn Jahren bösartig zu werden und das weiß man erst jetzt im Vergleich vor dreißig oder vierzig Jahren und davon muss man aktualisiert das Wissen haben.
00:07:48: Und diese Tumoren, die jetzt noch gutartig oder sogar grenzwertig zwischen gutartisch und bösartig sind zu behandeln, weil das hat einen enormen Effekt auf die Prognose.
00:08:02: Ob wir diesen Tumor kurz für bös-artig zu werden entfernen oder warten bis der Tumo bös artig ist zu entfernen.
00:08:13: Das ist ein großer Unterschied und ob wir das in Stufe eins oder in Stufer drei entfernen, macht auch einen großen Unterschied.
00:08:22: Diese Operationenanleber- und Bauspeicheldrüse, Garde
00:08:26: usw.,
00:08:26: sind ja sehr lange OPs.
00:08:28: Wie schafft man denn so einen langen OP-Tag?
00:08:31: Ist das eine große Herausforderung?
00:08:34: Man muss für diese Art von Operation oder Behandlung trainiert sein.
00:08:40: Es ist nicht etwas, das man von heute auf morgen lernt oder sagen wir mal täglich normal eine Stunde OP macht und nächstes Tag kommt und sagt heute erstes Mal mache ich neun Stunden Operation.
00:08:53: Man muss jahrelang das geübt haben trainiert haben und dadurch lernt man wie ein Chirok konzentriert neun stunden operieren kann
00:09:04: Muss ja auch manchmal innerhalb der OP wahrscheinlich nochmal umdisponiert werden, wenn man jetzt irgendwas feststellt.
00:09:10: Dass sich etwas anders im Körper darstellt als man es bei der Bildgebung vielleicht sehen konnte oder so?
00:09:16: Ja das ist auch sehr wichtig dass Sie erwähnen vor dieser komplexen Tumorbehandlung ist notwendig, dass man die Behandlungen in einen In einer Einrichtung macht, wo alle Expertise da sind.
00:09:30: Z.B.,
00:09:31: wir haben in der Koninklinik wie jede andere Universitätsklinik die interoperative Schnellschnittkontrolle.
00:09:39: Wir können immer die Grenzen von unserem Resektat oder Teil das wir entfernen zum Labor schicken.
00:09:47: innerhalb von zehn Minuten wissen wir ist da tumorfrei?
00:09:50: Oder müssen wir unsere Grenzen erweiten von was wir entferne?
00:09:55: Zusätzlich muss man auch diese Erfahrungsintergrund haben, wenn der Tumor Abweichung hat.
00:10:03: Weil wir sehen nicht alles in einer Bildgebung.
00:10:06: Heutzutage ist die Diagnostik so hoch modern und man kann viele Sachen sehen.
00:10:11: aber es gibt auch viele Aspekte von der Behandlung dass man erst intraoperativ, das heißt während der Operation feststellen kann.
00:10:20: Und davor Chirurg die Erfahrung und Expertise haben, wenn die Behandlung Abweichungen benötigt das machen zu können.
00:10:32: Insbesondere bei der Bauchspeicherdose haben sie gesagt, wenn der Tumor die Gefäßstrukturen angreift dann muss diese Chirug auch Gefässchirurgy machen können.
00:10:44: Muss vielleicht zusätzlich auch Magen operieren oder Niere operieren können.
00:10:51: Daher ist eine breite Spektrum für Erfahrungen und Expertise notwendig vor Behandlung von dieser Art und Tumor.
00:10:59: Jetzt haben Sie ja auch eben schon angesprochen, dass es bei der Radiologie also bei der Bildgebung Fortschritte gegeben hat.
00:11:05: was hat sich ansonsten in der Tumore Handlungen an Fortsschritten in den letzten Jahren weiterentwickelt?
00:11:11: Es ist sehr gut das wir heutzutage in alle Bereichen von Tumorenbehandlung Entwicklungen und Fortschuhte haben Und deswegen muss man auch immer aktualisiert bleiben.
00:11:27: Die Diagnostik hat täglich Fortschritte – neue Instrumente, neue Geräte, neue Software, neue Navigationssysteme, neue Unterstützende Systeme oder Software.
00:11:41: Chirurgie ebenso!
00:11:42: Es gibt neue Methode, neue Verfahren und auch neue Instumente.
00:11:48: Einfaches Beispiel ist robotische Chirurgie.
00:11:51: Vor dreißig Jahren hat man nicht mit Roboter operiert.
00:11:54: Jetzt hat man diese Möglichkeit, mit präziser, mit guter Visualisierung, drei D-Visualisierung und Vergrößerung mit mehreren Möglichkeiten durch Roboter schönen Patienten zu behandeln.
00:12:13: Vielleicht können Sie zu dem Celerda Vinci-Roboter, mit dem sie dann operieren?
00:12:18: Es gibt mehrere Geräte.
00:12:20: Da Vinci ist eine von der fortgeschrittenen oder Pajonierer in diesem Bereich und wir haben in Diakoniklinie zwei sogar von dieser Roboter und damit behandeln wir alle Arten vom Bauchtumoren.
00:12:37: Vielleicht können Sie für die Zuhörer noch mal beschreiben, wie man sich das vorstellen muss wenn der Roboter operiert.
00:12:42: So ein Roboter ist den man vielleicht aus Zeichentricksendungen kennt sondern wie das läuft?
00:12:50: Es ist auch sehr interessant immer für die Patienten weil oft haben die Patientin dieser Vorstellung, der Roboter kommt genau wie Hollywood Movies und operiert.
00:12:59: Und geht.
00:13:00: das ist nicht so.
00:13:01: Roboter ist ein Gerät mit viele Möglichkeiten, wie dann Körper angeschlossen aber Roboter selber operiert überhaupt nicht.
00:13:09: Es muss immer ein Chirurg da sein, der robotische Operation machen kann und gelernt hat.
00:13:17: Robotische Operation bedeutet auch nicht wenn man das einmal lernt, Alles machen, das ist genau wenn sie zu einem Weg stattgehen.
00:13:25: Derjenige der gelernt hat Auto A zu behandeln kann nicht auch unbedingt oder selbstverständlich Auto B oder Auto C oder Auto D von unterschiedlichen Marken zu behandlen.
00:13:38: Man muss robotische Chirurgie gelernt haben und robotische chirurgie einzelne Organe gelernt zu haben.
00:13:44: Lebe ist anders als Bauchspeicheldröse.
00:13:46: Das ist anders wie Darm, Dünndarm, Dickter.
00:13:52: muss da sitzen und den Roboter steuern.
00:13:55: Der Roboter macht alleine nichts, aber der Roboter ermöglicht viele andere Behandlungsaspekte die man mit altbekannten minimalinvasive laparoscopischen Schlüssellochtechnik was man seit fünfzig Jahren kennt nicht hat.
00:14:15: Und sie sind alle für die Patienten besser.
00:14:19: Für die Klinik ist teuer.
00:14:22: Aber eine Klinik, die in Universitätenniveau die Behandlungen anbietet wie Diakonieklinikum muss so eine Technologie haben und selbstverständlich zahlt er auch davon.
00:14:36: Und das ist also präzise?
00:14:37: Und auch für den Patienten schonen dann diese...
00:14:41: Einfaches Beispiel ist so wir machen große Bauchspeichetrosooperation oder Lebeoperation oder Darm-Operation mit dem Roboter.
00:14:51: Am dritten oder vierten Tag geht der Patient nach Hause.
00:14:56: Klassisch, früher hat man das Offen- oder Minimalinvasiv gemacht und hat ein paar Tage gedauert bis der Patient überhaupt aus dem Bett rauskommen konnte.
00:15:05: Ein einfaches Beispiel von den Effekten von der robotischen Chirurgie oder Benefit für die Patienten.
00:15:13: Sie haben ja mit Patienten zu tun, oder vielleicht teilweise auch bei Ihnen die zweite oder dritte Meinung sich einholen wollen und eigentlich schon ziemlich hoffnungslos vielleicht zu Ihnen kommen.
00:15:24: Und sagen, ich weiß gar nicht ob Sie mir helfen können weil ich bin eigentlich sterbenskrank.
00:15:31: Wie gehen sie damit um mit diesem
00:15:32: ... Entscheidungen versuchen wir nicht alleine zu treffen.
00:15:38: deswegen haben wir Tumorboard der Chirurg oder der Onkologe oder der Radiologe.
00:15:45: Die sitzen nicht alleine und reden mit der Patientin und entscheiden, wir sitzen alle zusammen.
00:15:51: Und entscheiden auch zusammen.
00:15:53: Dadurch können wir jede Bias zu reduzieren.
00:15:57: Weil selbstverständlich will das Chirurg alle operieren.
00:16:00: Der Onkologe will alle Medikamente geben weil das ist seine Expertise und erkennt das gut.
00:16:06: aber wenn wir alles zusammensitzen sind wir stärker.
00:16:09: Viele Patienten kommen zu uns zur Zweit- oder Drittmeinung.
00:16:13: Wir bearbeiten alle Fälle systematisch wieder in unsere Tumorboard, besprechen wir das.
00:16:18: Und wenn wir basierend auf unserer Erfahrung und unseren Möglichkeiten andere Therapiealternativen sehen, bieten wir das
00:16:27: an!
00:16:30: Man will ja Hoffnung schenken aber auch keine falschen Erwartungen jetzt wecken.
00:16:35: Das ist ja immer so.
00:16:36: eine Gratwanderung wahrscheinlich...
00:16:38: Ja, der Ehrlichkeit ist sehr wichtig.
00:16:40: Die Patient hat immer recht zu wissen welche Erkrankung das ist, welche Behandlungsmöglichkeiten, welche Komplikationen oder Nebenwirkungen gehen und welche Erwartungen.
00:16:52: Und das besprechen wir mit den Patienten von unterschiedlichen Bereichen.
00:16:57: Der Chirurg macht das Gleiche, Internist macht das gleiche.
00:17:01: Alle erklären alle Details und dann kann der Patient selber entscheiden am Ende Welcher Verfahren am besten passt zu seinem oder ihrem Leben?
00:17:13: Wir hatten vorhin über die etwas individuelleren Möglichkeiten gesprochen.
00:17:16: Da hat sich auch im Bereich der Chemotherapie einiges weiterentwickelt, ne?
00:17:20: Ja das war auch ein Teil von vorherigen Fragen habe ich vergessen zu beantworten, die neue Entwicklungen.
00:17:27: Auch im Bereich der Chemotherapie.
00:17:29: jedes Jahr kommen neue Medikamente, die bessere Ergebnisse in Studien zeigen für die Patienten.
00:17:36: Das ist auch wichtig!
00:17:37: Unsere Onkologen sind immer aktualisiert.
00:17:41: Die wissen genau, was jetzt aktuell im Markt zur Verfügung ist für die Patienten und das wird auch angeboten.
00:17:48: Es gibt heute Personalisierte oder individualisierte Therapie vom Tumor mit Probe zum Labor geschickt.
00:17:57: Labor kann besondere Merkmale von Tumors finden und diese Merkmals werden analysiert.
00:18:03: und die passende Therapie nur für diesen Art von Bauchspeichidröse, Krebs ist nicht gleich wie andere.
00:18:13: Die sind unterschiedlich und manche von denen können diese Therapie, manche brauchen eine andere Therapie.
00:18:18: Das kann man heute durch Personalisierte oder individualisierte Therapie feststellen und anbieten.
00:18:26: Und das machen wir in der Kollegin.
00:18:29: Wie gehen Sie damit um?
00:18:30: Manchen Patienten operieren sie und die leben dann noch zehn Jahre und andere, leben vielleicht nur ein paar Monate.
00:18:37: Frustriert Sie das denn?
00:18:40: Nein, weil ich weiß wieso ich das mache.
00:18:45: Die Patienten wissen auch wie soll ich das machen?
00:18:47: Das heißt wir bieten alles was wir anbieten können und wissenschaftlich bewiesen und empfohlen wurde von der Patientin.
00:18:57: Und ob ein Patient nach der Behandlung Ich meine nicht nur Chirurgie Auch Medikamente Alles zusammen auf die komplette Behandelung Jahren gewinnen kann oder komplett tumorfrei werden kann.
00:19:12: Oder nach einem Jahr der Tumor leider wieder zurück kommt, das kann keine im Voraus sehen.
00:19:18: aber wir können nicht von Anfang an mit der Angst vor vielleicht kommt der Tuma in einem Jahr zurück nichts machen.
00:19:26: Wir werden die maximale Behandlung was wir anbieten können anbieten und die Patienten kämpfen Und sie sind auch nicht alleine auf diesem Weg wie ich erwähnt habe.
00:19:36: Mit dem Team versuchen wir diese zu unterstützen Und was am Ende rauskommt, das ist nicht etwas, was wir kontrollieren können.
00:19:45: Aber wir kämpfen immer für die maximale Tumorfreiheit.
00:19:50: Es ist ja auf jeden Fall Zeit, die Patienten dann bekommen.
00:19:54: Wie viel ...
00:19:55: Heilung?
00:19:56: Manchmal ist Zeit ... Das kann keine Festlegen im Voraus.
00:20:02: Ist Ihnen ein Fall besonders in Erinnerung geblieben oder...
00:20:06: Mehrere!
00:20:09: Können Sie von einem Ein bisschen was erzählen, oder?
00:20:13: Ja.
00:20:13: Ohne zu erwähnen ... wir haben zum Beispiel vor zwei Jahren einen Patienten und einer Patientin gehabt.
00:20:22: Ich will nicht spezifisch erwähnten.
00:20:25: Hatte einen Tumor, die sogar damals in fortgeschrittenen Stadion war.
00:20:31: Stadium vier.
00:20:32: Das war ... In mehreren Bereichen, mehrere Kliniken hat man keine ... die Möglichkeit für diesen Patienten oder diese Patienten gesehen zu behandeln.
00:20:45: Und jetzt basierend auf was wir wissen, hatte damals vielleicht maximal sechs Monate.
00:20:52: Wir konnten in Diakonieklinikum interdisziplinär mit Onkologen Gastroenterologen Anästhesisten alle zusammen die beste Behandlung anbieten, Tumor entfernen.
00:21:06: Der Patient hat zweieinhalb Jahre ungefähr bekommen.
00:21:10: Patient oder diese Patientin konnte viele neue Erlebnisse im Leben haben, viele schöne Momente erleben.
00:21:20: Und ich denke das ist wertvoll und Ich kann mich gut daran erinnern.
00:21:27: sogar in den letzten Wochen habe ich mit ihm oder ihr gesprochen und hat persönlich mir gesagt Das war das alle wichtigste dass sie die Zeit gewinnen konnte, diese Momente zu erleben.
00:21:42: Jetzt will ich nicht spezifisch sagen welche weil hat mir alles erzählt genau was und wollte unbedingt das sehen oder erleben und hat das geschafft.
00:21:53: wenn Sie vergleichen sechs Monate mit zweieinhalb Jahren so großer Unterschied
00:21:58: ja
00:21:59: es ist aber so.
00:22:00: wir haben auch damals als wir die Behandlung gemacht habe das Angeboten mit dem Ziel, zwei Jahre zu gewinnen.
00:22:07: Das war eine Heilung, aber der Tumor kam zurück und keiner kann das im Voraus wissen.
00:22:14: Nach der Behandlung wartet die Patientin Tumorferei.
00:22:19: Aber manchmal kommt der Tuma nach einem Jahr zurück, manchmal kommt er nach zehn Jahren zurück.
00:22:25: Manchmal kommt er nie zurück, das wissen wir nicht.
00:22:28: Sie begleiten die Patienten auch noch nach Abschluss der Be Handlung hier?
00:22:33: Sobald sie
00:22:34: Kontakt haben ... versuche ich immer mit der Patientin, meinen Kontakt zu behalten.
00:22:40: Ich bin erst seit zweieinhalb Jahren hier.
00:22:43: die Anzahl der Patienten nehmen zu.
00:22:47: es ist nicht möglich mit alle Kontakte zu haben.
00:22:50: aber trotzdem überall wo ich sehe Es ist möglich dass sich mit persönlicher Kontakt mehr helfen und anzubieten.
00:22:58: mache ich das
00:22:59: Dann bleibt aber auch ein bisschen mehr persönlich, wahrscheinlich als wenn man jetzt in so einer Wiesenklinik arbeitet.
00:23:04: Wo es einfach zu viele Patienten sind?
00:23:08: Ja
00:23:08: ... Es ist tatsächlich so.
00:23:12: Kleinere Stadt, kleinere Umgebung hat man mehr persönliche Kontakte, ist man mehr involviert.
00:23:21: Insbesondere in meiner Position normalerweise in eine große Stadt ist es schwierig, mit jedem einzelnen der Patienten Kontakte zu erhalten.
00:23:31: Aber hier lege ich viel Wert darauf und versuche das so erhalten.
00:23:35: Wir haben ein Einzugsgebiet von ca.
00:23:38: ungefähr achthunderttausend Menschen, die zu uns kommen können.
00:23:44: Es ist schwierig trotzdem kämpfen wir dafür weil... Ich betone dass die Menschen sind uns wichtig Ja, und wir versuchen die zu behandeln.
00:23:56: Wir behandeln nicht den Tumor!
00:23:58: Wir behandlen nicht die Bilder... ...wir behandeln die Laborwerte, wir behandeln Menschen.
00:24:03: Und das ist wichtig.
00:24:06: Was gibt Ihnen Kraft in diesem Job?
00:24:09: Sag ich jetzt mal was ja für Sie wahrscheinlich mehr als ein Job wo man immer um Leben und Tod ringt zwischen Leben und Tot sich bewegt.
00:24:19: Zwei Sachen mir persönlich unterstützen täglich.
00:24:22: Nummer eins in der ersten Stelle ist meine Familie.
00:24:26: Das ist ein Ort, wo ich mich zurückziehen kann und mich beruhigen kann.
00:24:35: Und zweite Sache ist ... das muss ich erwähnen tatsächlich.
00:24:41: In vielen Kliniken ist es schwierig diesen Weg zu gehen.
00:24:47: Es gibt so viele Barriere!
00:24:49: Man muss gegen viele Sachen kämpfen.
00:24:53: Leitung von Diakonie-Klinikum, insbesondere Geschäftsführer ist selber Mediziner und hat diese Vision.
00:25:02: Und sieht alles und unterstützt lückenlos die Behandlung der Patienten in der Region.
00:25:08: Ich bin sehr dankbar.
00:25:10: Alle, die im Medizinbereich arbeiten, verstehen sofort was ich sage.
00:25:16: Diese Unterstützung ist nicht selbstverständlich aber das haben wir in Diakonien.
00:25:24: Ja, wir sind am Ende unserer Folge angekommen.
00:25:27: Vielen Dank, dass Sie uns einen Einblick gegeben haben in Ihren Arbeitsbereich.
00:25:31: Herr Prof.
00:25:32: Goldritz
00:25:33: Ich danke Ihnen auch für diese Möglichkeit und ich möchte sehr gerne am Ende der Patienten sagen die Möglichkeiten sind für sie vorhanden in der Region.
00:25:44: Sie müssen nicht von Behandlung weit wegfahren.
00:25:48: Und wir kämpfen alle zusammen!
00:25:51: alle im medizinischen Bereich in der Region, dass sie nicht weit wegfahren müssen.
00:25:56: Wenn Sie noch mehr Antworten haben möchten auf weitere Fragen können Sie gerne auf unserer Homepage schauen www.diakoni-sw.de.
00:26:06: Ansonsten bleiben Sie unserem Podcast treu und folgen Sie uns!
00:26:11: Vielen Dank Prof.
00:26:12: Wolkitz, dass Sie da waren.
00:26:13: Und dann bis zum nächsten Mal.
00:26:15: Tschüss!
00:26:21: den Podcast der Diakonie in Südwestfalen.
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